Der Kirschgarten

                                                                         Anton Tschechow

 

Samstag, 23. November 2019, 19.30 Uhr, Bürgerhaus Biedenkopf

Einführung: 19 Uhr im Raum Marburg, Einlass: 19:15 Uhr

Vorverkauf: HOLIDAY LAND Reiseagentur Meridian, Hospitalstr. 14, Biedenkopf

Eintritt: 22 €  /  20 €  / 17 €  / 14 €


 

DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK    

 

Samstag, 9. November 2019, 19.00 Uhr

Kath. Kirche St. Josef, Biedenkopf, Hainstraße 86

Eintritt: 5 Euro


 Die Zusammenarbeit zwischen dem Kultur- und Veranstaltungsring Biedenkopf und dem Hessischen Landestheater Marburg geht in die nächste Runde. Die Veranstaltungen der Theatersaison 2019/2020:

Samstag, 19. Oktober 2019, 19.30 Uhr, MACBETH von William Shakespeare - Ein Klassiker

Samstag, 9. November 2019, 19.00 Uhr, DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK – Szenische Lesung eines historischen Dokuments

Samstag, 23. November 2019, 19.30 Uhr, DER KIRSCHGARTEN von Anton Tschechow – Eine Tragikkomödie

Samstag, 25. Januar 2020, 19.30 Uhr, DER HAUPTMANN VON KÖPENICK von Carl Zuckmayer – Ein Volkstheaterabend

Samstag, 7. März 2020, 19.30 Uhr, AB JETZT ZUSAMMEN – Eine Komödie mit Musik über die Zugehörigkeit zur Unzugehörigkeit


 

Ein gewaltiges Stück zum Auftakt

Von Susan Abbe im HINTERLÄNDER ANZEIGER

Die Zusammenarbeit zwischen dem Kultur- und Veranstaltungsring Biedenkopf und dem Hessischen Landestheater Marburg geht in die nächste Runde. Zum Auftakt gibt es ein gewaltiges Stück.

Dank der Kooperation des Kultur- und Veranstaltungsrings mit dem Hessischen Landestheater Marburg kommt "Der Kirschgarten" nach Biedenkopf. Foto: Jan Bosch/HLTM

Dank der Kooperation des Kultur- und Veranstaltungsrings mit dem Hessischen Landestheater Marburg kommt "Der Kirschgarten" nach Biedenkopf. Foto: Jan Bosch/HLTM

BIEDENKOPF - Großes Drama, Tragisches, Komisches, Musik - das alles steht in der Spielzeit 2019/20 beim Kultur- und Veranstaltungsring Biedenkopf auf dem Programm. Zu sehen sind Inszenierungen des Hessischen Landestheaters Marburg. Intendantin Eva Lange verspricht zum Auftakt mit Shakespeares "Macbeth" gleich "ein großes, gewaltiges Stück".
Es ist die zweite Spielzeit, die der Biedenkopfer Kultur- und Veranstaltungsring mit dem Hessichen Landestheater bestreitet. Die Marburger bringen dabei eine Auswahl ihrer eigenen aktuellen Stücke im Biedenkopfer Bürgerhaus auf die Bühne. Vier ganz unterschiedliche Theaterstücke und eine szenische Lesung haben die Intendantinnen Eva Lange und Carola Unser zusammen mit dem Kultur- und Veranstaltungsring für 2019/20 für Biedenkopf ausgewählt.
"Wir beginnen die Spielzeit mit einem Tragödienklassiker, mit großer Weltliteratur", erzählt Intendantin Eva Lange, die das Programm in Biedenkopf zusammen mit Dramaturgin Christin Ihle vorstellt. Am Samstag, 19. Oktober, kommt das Shakespeare-Drama "Macbeth" auf die Bühne, und zwar in einer Inszenierung von Intendantin Carola Unser. Deren Arbeit kennt das Biedenkopfer Publikum schon vom Stück "Maria Stuart", das im vergangenen Jahr im Bürgerhaus zu sehen war.

Die vier Theaterstücke der Spielzeit 2019/20 beginnen jeweils um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Biedenkopf. Bereits um 19.15 Uhr soll es immer eine kurze Einführung in das Stück geben.

Auch die szenische Lesung soll um 19.00 Uhr beginnen; ob sie im Bürgerhaus oder an einem anderen Ort stattfindet, wird noch geklärt. Informationen zum Kartenvorverkauf und zum Abonnement folgen.

Im aktuellen Stück "Macbeth" geht es um einen Heerführer, der der Weisung dreier Hexen folgt und sich für den Königsthron zur Verfügung stellt. "Eine Spirale der Macht und Skrupellosigkeit beginnt", erklärt Christin Ihle. "Da kriegen Sie - glaube ich - etwas Bombastisches", stellt Intendantin Lange dem Publikum in Aussicht.
Wenige Wochen später steht dann die szenische Lesung "Das Tagebuch der Anne Frank" auf dem Programm. Das deutsch-jüdische Mädchen Anne Frank hatte sich über Jahre vor den Nazis verstecken können, fiel kurz vor Kriegsende aber dem nationalsozialistischen Holocaust zum Opfer. Sie starb im Konzentrationslager.
Die Lesung ihrer Tagebuchaufzeichnungen findet an einem historischen Datum statt: Am Samstag, 9. November - dem Jahrestag der Reichspogromnacht. "Wir sind der Meinung, dass es sehr wichtig ist, zu erinnern, zu gedenken und nicht zu vergessen", erklärte Intendantin Lange. Und: "Das Besondere ist, dass wir eine polnische Regisseurin für die Lesung gefunden haben und uns somit auch ein anderer Blick auf den Stoff eröffnet wird."
 
Mit der Tragikkomödie "Der Kirschgarten" von Anton Tschechov geht es am Samstag, 23. November, weiter. "Das wird sehr lustig und sehr tragisch und sehr traurig und sehr witzig", verspricht Lange. Im Stück, das in der Inszenierung von Schirin Khodadadian in Marburg schon Premiere hatte, geht es um einen alten Gutshof, zu dem ein wunderbarer Kirschgarten gehört. Die verarmten Besitzer stehen vor der Entscheidung, den Garten an einen Investor zu verkaufen, der die Bäume abholzen und Ferienwohnungen bauen will. "Im Stück gibt es die Bewahrer, die den Kirschgarten erhalten wollen. Und es gibt Leute, die verkaufen und etwas Neues anfangen wollen", sagte Intendantin Lange. In den Figuren werde sich das Publikum - je nach eigener Einstellung - wiederfinden. "Es ist ein Traumstück", sagt Lange. "Und es gibt ein traumhaftes Bühnenbild", ergänzt Ihle.
Mit Carl Zuckmayers "Der Hauptmann von Köpenick" gibt es schließlich am 25. Januar einen Volstheaterabend Der Stoff ist bekannt - unter anderem aus dem Film mit Heinz Rühmann. Das Stück basiert auf der wahren Begebenheit des Hauptmann von Köpenick aus dem Jahr 1906 und verspottet den unkritischen Gehorsam gegenüber dem Militär. "Die Absurdität, die in dem bürokratischen Ordnungssystem steckt", sei bis heute ein spannendes Thema, sagt Ihle. Und Intendantin Lange kündigt einen "Abend zum Amüsieren, aber auch zum Nachdenken" an.
Mit dem Stück "Ab jetzt zusammen" - einer Komödie mit Musik - geht die Spielzeit am Samstag, 7. März, zu Ende. Es geht um eine Gruppe von Bergarbeitern, die in Streik treten. Unterstützung finden sie bei einer Gruppe von Schwulen und Lesben. "Ganz unterschiedliche Gruppen, die vermeintlich gar nicht zusammenpassen, merken auf einmal: Man kann sich unterstützen. Und dann entspinnen sich ganz schöne Geschichten", erzählt Lange. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit aus den 1990er Jahren in Großbritannien. "Sie werden die Figuren alle lieben", verspricht Lange. Und: "Es gibt auch noch schöne Musik".