Theaterveranstaltungen im neuen Jahr 2021

Biedenkopf. Der Kultur- und Veranstaltungsring Biedenkopf e.V. hat die für Oktober und November 2020 angedachten Theaterveranstaltungen ins neue Jahr 2021 verschoben.  Auch wenn die Sehnsucht nach Theater ungebrochen ist, hat sich der Vorstand des KUVR dazu entschlossen, die nächste  Spielzeit erst im Januar 2021 zu beginnen.  

Wie die Vorsitzenden Thomas Bauer und Gerhard Hesse mitteilten, soll für den Herbst die diesjährige Jahreshauptversammlung des Vereins mit Neuwahlen des Vorstands stattfinden. Dann würden auch die Stücke für die Theatersaison 2020/2021 vorgestellt. Im Gespräch mit den Intendantinnen des Hessischen Landestheaters Marburg Eva Lange und Carola Unser habe man die ersten Pflöcke für die kommende Spielzeit eingeschlagen.

An den Start werde der Kultur- und Veranstaltungsring am 30. Januar 2021 gehen. Die zweite Veranstaltung sei für den 27. Februar 2021 geplant. Weitere Termine möchte der Vorstand im März und April anbieten. Dazu laufen erfolgversprechende Gespräche mit den Verantwortlichen des Landestheaters. Bei den Stücken habe der Vorstand bereits eine Vorauswahl getroffen, berichtet Thomas Bauer.

GLAUBE LIEBE HOFFNUNG ist das neunte Drama des österreichisch-ungarischen Schriftstellers Ödön von Horvath, das er unter Mitarbeit des Gerichtsreporters Lukas Kristl geschrieben hat. Es erschien im Jahr 1932 und trägt den Untertitel „Ein kleiner Totentanz in fünf Bildern“. Elisabeth will den Moment nicht verpassen, ihrem Leben noch eine glückliche Wendung zu verleihen. Sie braucht Geld für einen Wandergewerbeschein, damit sie arbeiten gehen kann, aber um sich diesen leisten zu können, braucht sie Arbeit. Eine schwierige Zwickmühle. Doch Elisabeth gibt nicht auf, glaubt, dass auch nur ein Moment ihrem Leben eine neue Richtung geben kann. Sie versucht, ihren Leichnam bereits zu Lebzeiten an das Anatomische Institut zu verkaufen, um sich eine berufliche Perspektive schaffen zu können. Als das nicht gelingt, leiht sie sich das benötigte Geld und wird wegen Betruges angezeigt. Nach einem Gefängnisaufenthalt keimt erneut Hoffnung auf, denn sie verliebt sich in einen jungen Polizisten. Aus Scham verschweigt sie ihm jedoch ihre Vergangenheit, die ihr Geliebter am Ende doch in einem unglücklichen Moment erfährt. Die Umstände bringen Elisabeth schließlich in eine drastisch hoffnungslose Lage.

Regie führt Eva Lange. Für die Dramaturgie zeichnet Christin Ihle verantwortlich. Unter anderem stehen Metin Turan, Sven Brormann, Jürgen Helmut Keuchel, Ben Knop und Mechtild Grabner auf der Bühne, in Biedenkopf alles bekannte Gesichter.

DER NACKTE WAHNSINN, eine Komödie von Michael Frayn. Wer am Theater arbeitet, weiß, wie es manchmal laufen kann. Die Bühne ist nicht rechtzeitig fertig, statt drei Durchläufen vor der Premiere schafft man nur einen und in diesem einen wichtigen Durchlauf geht dann auch noch alles schief: Auftritte werden verpasst, Texte vergessen und die Requisiten sind überall, nur nicht da, wo sie sein sollten. Die Provinztheatergruppe um den Regisseur Lloyd Fellowes möchte eigentlich das Stück „Nackte Tatsachen“ geben, verliert sich aber immer wieder in Kontaktlinsen-Suchaktionen, Diskussionen über unmotivierte Abgänge und gerne auch in den zwischenmenschlichen Verstrickungen der ganzen Gruppe, kurz: die Absurdität des Theateralltags zeigt sich in ganzer Größe und am Ende landen alle anstatt bei den „nackten Tatsachen“ im „nackten Wahnsinn“. Eine der bekanntesten Komödien findet ihren Weg in das Hessische Landestheater Marburg. Rhythmus, Tempo und genaue Choreografie machen sie zu einem Ereignis, dem sich keiner entziehen kann. Eine Liebeserklärung an den Moment, in dem der Vorhang hoch geht. Eine Liebeserklärung an das Theater. Für alle Menschen ab 13 Jahren, die mal wieder richtig Spaß haben wollen, die Theater lieben und gerne einen Blick hinter die Kulissen werfen wollen.

Auf das Wiedersehen mit dem Hauptmann von Köpenick Jürgen Helmut Kreuchel als Regisseur sowie Lisa Grosche, Ben Knop, Zenzi Huber und Seven Brormann darf man sich schon heute freuen. Regie führt Dominik Günther, Lotta Seifert ist die Dramaturgin.

BIEDERMANN UND DIE BRANDSTIFTER ist das bekannteste Drama des Schweizer Schriftstellers Max Frisch, uraufgeführt 1958. Damit etablierte sich Frisch als Dramatiker von Weltrang. Zum Inhalt: Gottlieb Biedermann ist ein durchschnittlicher Bürger in einer durchschnittlichen Stadt, der als erfolgsorientierter Geschäftsmann mit einem eher losen Wertesystem seine Ziele verfolgt. Doch er will kein schlechter Mensch sein und so hat der Hausierer Schmitz leichtes Spiel, als er Biedermann um ein Dach über dem Kopf für ihn und seinen Freund Eisenring bittet. Den Hausherren bei seinem Gutmenschentum gepackt, beginnen seine Gäste sofort ganz unverhohlen mit ihren dubiosen Machenschaften. Biedermann beschleicht eine böse Ahnung: Hat er sich mit den beiden ausgerechnet die Brandstifter der Stadt ins Haus geholt? Aber getreu dem Motto, dass nicht sein kann, was nicht sein darf, verschließt Biedermann die Augen vor der Wirklichkeit. Er duldet das Treiben der beiden Hausierer und lässt aus Feigheit den Moment verstreichen, in dem sein Handeln einen Unterschied hätte machen können.

Bericht im Hinterländer Anzeiger


 
AB JETZT ZUSAMMEN - eine Komödie mit Musik

Samstag, 7. März 2020, 19.30 Uhr

Dramaturgische Einführung 19.00 Uhr  

Bürgerhaus Biedenkopf

Vorverkauf: HOLIDAY LAND Reiseagentur Meridian, Hospitalstr. 14, Biedenkopf

https://www.backland.news/2020/02/ab-jetzt-zusammen/


Zuckmayer, Der Hauptmann von Köpenick
Der deutsche Autor Carl Zuckmayer
(1896-1977) nahm am 1. Weltkrieg als Freiwilliger ab 1914 teil, diente an der Westfront und erhielt wegen Tapferkeit mehrere hohe Orden. Zur Zeit der Weimarer Republik gehörte er zu den erfolgreichsten Theaterschriftstellern seiner Zeit - auch finanziell.
Zwar zählte er nicht zu den eher linksorientierten Autoren wie Brecht, seine Ablehnung des Natio-nalsozialismus allerdings brachte ihm Auftrittsverbote ein und zwang ihn 1938 zur Flucht über die Schweiz in die USA. 1946 kehrte er nach Europa zurück und konnte an seinen literarischen Erfolg anknüpfen:  

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Samstag, 25. Januar 2020, 19.30 Uhr

Dramaturgische Einführung 19.00 Uhr  

Bürgerhaus Biedenkopf

Vorverkauf: HOLIDAY LAND Reiseagentur Meridian, Hospitalstr. 14, Biedenkopf

Ein Volkstheaterrabend für alle Menschen, die das Gefühl kennen, an wirklichkeitsfremden Ordnungsregeln zu verzweifeln, die Vorurteile aufgrund ihres Aussehens erfahren und die sich gerne verwandeln, um sichtbar zu werden. Für alle, die sich eine andere Realität wünschen.
Wilhelm Voigt braucht eine Meldebestätigung. Nur so kann er, gerade aus dem Ausland kommend, in Deutschland wieder eine Arbeit finden.
Er wird abgewiesen. Erst wenn er eine Arbeit hat, bekommt er jene Meldebestätigung. Ein undurchdringlicher Kreislauf beginnt. Als Voigt ausreisen will, wird ihm selbst der Pass verwehrt. Also versucht er, sich selbst zu helfen und landet im Gefängnis. Bei seiner Entlassung beginnt das alte Spiel erneut. Voigt sieht nur eine Chance, er schlüpft in die Identität eines Anderen.
Das schonungslose Scheitern an einer überregulierten Kontrollgesellschaft wird heute wieder hochaktuell.
Um 19 Uhr beginnt die dramaturgische Einführung zu diesem Stück des Hessischen Landestheaters Marburg.
Einzelkarten je nach Kategorie 16 bis 24 Euro (ermäßigt 10 - 16 Euro).  

 

Der Vorstand des Kultur- und Veranstaltungsrings wünscht allen Mitgliedern, Abonnenten und Freunden eine besinnliche Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen feucht-fröhlichen Rutsch ins Jahr 2020.

Dann kommt "Der Hauptmann von Köpenick" am Samstag, 25. Januar 2020, 19.30 Uhr im Bürgerhaus Biedenkopf. Save the date.


Übrigens: unsere Geschenkidee - ein Theatergutschein . . .

 


 

Der Kirschgarten

                                                                         Anton Tschechow

 

Samstag, 23. November 2019, 19.30 Uhr, Bürgerhaus Biedenkopf

Einführung: 19 Uhr im Raum Marburg, Einlass: 19:15 Uhr

Vorverkauf: HOLIDAY LAND Reiseagentur Meridian, Hospitalstr. 14, Biedenkopf

Eintritt: 22 €  /  20 €  / 17 €  / 14 €



 Die Zusammenarbeit zwischen dem Kultur- und Veranstaltungsring Biedenkopf und dem Hessischen Landestheater Marburg geht in die nächste Runde. Die Veranstaltungen der Theatersaison 2019/2020:

Samstag, 19. Oktober 2019, 19.30 Uhr, MACBETH von William Shakespeare - Ein Klassiker

Samstag, 9. November 2019, 19.00 Uhr, DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK – Szenische Lesung eines historischen Dokuments

Samstag, 23. November 2019, 19.30 Uhr, DER KIRSCHGARTEN von Anton Tschechow – Eine Tragikkomödie

Samstag, 25. Januar 2020, 19.30 Uhr, DER HAUPTMANN VON KÖPENICK von Carl Zuckmayer – Ein Volkstheaterabend

Samstag, 7. März 2020, 19.30 Uhr, AB JETZT ZUSAMMEN – Eine Komödie mit Musik über die Zugehörigkeit zur Unzugehörigkeit


 
DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK    

Samstag, 9. November 2019, 19.00 Uhr

Kath. Kirche St. Josef, Biedenkopf, Hainstraße 86

Eintritt: 5 Euro


Ein gewaltiges Stück zum Auftakt
Von Susan Abbe im HINTERLÄNDER ANZEIGER

Die Zusammenarbeit zwischen dem Kultur- und Veranstaltungsring Biedenkopf und dem Hessischen Landestheater Marburg geht in die nächste Runde. Zum Auftakt gibt es ein gewaltiges Stück.

Dank der Kooperation des Kultur- und Veranstaltungsrings mit dem Hessischen Landestheater Marburg kommt "Der Kirschgarten" nach Biedenkopf. Foto: Jan Bosch/HLTM

Dank der Kooperation des Kultur- und Veranstaltungsrings mit dem Hessischen Landestheater Marburg kommt "Der Kirschgarten" nach Biedenkopf. Foto: Jan Bosch/HLTM

BIEDENKOPF - Großes Drama, Tragisches, Komisches, Musik - das alles steht in der Spielzeit 2019/20 beim Kultur- und Veranstaltungsring Biedenkopf auf dem Programm. Zu sehen sind Inszenierungen des Hessischen Landestheaters Marburg. Intendantin Eva Lange verspricht zum Auftakt mit Shakespeares "Macbeth" gleich "ein großes, gewaltiges Stück".
Es ist die zweite Spielzeit, die der Biedenkopfer Kultur- und Veranstaltungsring mit dem Hessichen Landestheater bestreitet. Die Marburger bringen dabei eine Auswahl ihrer eigenen aktuellen Stücke im Biedenkopfer Bürgerhaus auf die Bühne. Vier ganz unterschiedliche Theaterstücke und eine szenische Lesung haben die Intendantinnen Eva Lange und Carola Unser zusammen mit dem Kultur- und Veranstaltungsring für 2019/20 für Biedenkopf ausgewählt.
"Wir beginnen die Spielzeit mit einem Tragödienklassiker, mit großer Weltliteratur", erzählt Intendantin Eva Lange, die das Programm in Biedenkopf zusammen mit Dramaturgin Christin Ihle vorstellt. Am Samstag, 19. Oktober, kommt das Shakespeare-Drama "Macbeth" auf die Bühne, und zwar in einer Inszenierung von Intendantin Carola Unser. Deren Arbeit kennt das Biedenkopfer Publikum schon vom Stück "Maria Stuart", das im vergangenen Jahr im Bürgerhaus zu sehen war.

Die vier Theaterstücke der Spielzeit 2019/20 beginnen jeweils um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Biedenkopf. Bereits um 19.15 Uhr soll es immer eine kurze Einführung in das Stück geben.

Auch die szenische Lesung soll um 19.00 Uhr beginnen; ob sie im Bürgerhaus oder an einem anderen Ort stattfindet, wird noch geklärt. Informationen zum Kartenvorverkauf und zum Abonnement folgen.

Im aktuellen Stück "Macbeth" geht es um einen Heerführer, der der Weisung dreier Hexen folgt und sich für den Königsthron zur Verfügung stellt. "Eine Spirale der Macht und Skrupellosigkeit beginnt", erklärt Christin Ihle. "Da kriegen Sie - glaube ich - etwas Bombastisches", stellt Intendantin Lange dem Publikum in Aussicht.
Wenige Wochen später steht dann die szenische Lesung "Das Tagebuch der Anne Frank" auf dem Programm. Das deutsch-jüdische Mädchen Anne Frank hatte sich über Jahre vor den Nazis verstecken können, fiel kurz vor Kriegsende aber dem nationalsozialistischen Holocaust zum Opfer. Sie starb im Konzentrationslager.
Die Lesung ihrer Tagebuchaufzeichnungen findet an einem historischen Datum statt: Am Samstag, 9. November - dem Jahrestag der Reichspogromnacht. "Wir sind der Meinung, dass es sehr wichtig ist, zu erinnern, zu gedenken und nicht zu vergessen", erklärte Intendantin Lange. Und: "Das Besondere ist, dass wir eine polnische Regisseurin für die Lesung gefunden haben und uns somit auch ein anderer Blick auf den Stoff eröffnet wird."
 
Mit der Tragikkomödie "Der Kirschgarten" von Anton Tschechov geht es am Samstag, 23. November, weiter. "Das wird sehr lustig und sehr tragisch und sehr traurig und sehr witzig", verspricht Lange. Im Stück, das in der Inszenierung von Schirin Khodadadian in Marburg schon Premiere hatte, geht es um einen alten Gutshof, zu dem ein wunderbarer Kirschgarten gehört. Die verarmten Besitzer stehen vor der Entscheidung, den Garten an einen Investor zu verkaufen, der die Bäume abholzen und Ferienwohnungen bauen will. "Im Stück gibt es die Bewahrer, die den Kirschgarten erhalten wollen. Und es gibt Leute, die verkaufen und etwas Neues anfangen wollen", sagte Intendantin Lange. In den Figuren werde sich das Publikum - je nach eigener Einstellung - wiederfinden. "Es ist ein Traumstück", sagt Lange. "Und es gibt ein traumhaftes Bühnenbild", ergänzt Ihle.
Mit Carl Zuckmayers "Der Hauptmann von Köpenick" gibt es schließlich am 25. Januar einen Volstheaterabend Der Stoff ist bekannt - unter anderem aus dem Film mit Heinz Rühmann. Das Stück basiert auf der wahren Begebenheit des Hauptmann von Köpenick aus dem Jahr 1906 und verspottet den unkritischen Gehorsam gegenüber dem Militär. "Die Absurdität, die in dem bürokratischen Ordnungssystem steckt", sei bis heute ein spannendes Thema, sagt Ihle. Und Intendantin Lange kündigt einen "Abend zum Amüsieren, aber auch zum Nachdenken" an.
Mit dem Stück "Ab jetzt zusammen" - einer Komödie mit Musik - geht die Spielzeit am Samstag, 7. März, zu Ende. Es geht um eine Gruppe von Bergarbeitern, die in Streik treten. Unterstützung finden sie bei einer Gruppe von Schwulen und Lesben. "Ganz unterschiedliche Gruppen, die vermeintlich gar nicht zusammenpassen, merken auf einmal: Man kann sich unterstützen. Und dann entspinnen sich ganz schöne Geschichten", erzählt Lange. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit aus den 1990er Jahren in Großbritannien. "Sie werden die Figuren alle lieben", verspricht Lange. Und: "Es gibt auch noch schöne Musik".

CABARET von Joe Masteroff

Samstag, 2. März 2019, 20 Uhr Bürgerhaus Biedenkopf

Vorverkauf: HOLIDAY LAND Reiseagentur Meridian, Hospitalstr. 14, Biedenkopf

 

Berlin, 1929.  Die goldenen Zwanziger verpassen der Spreemetropole glamouröses Leben, wilde, progessive Beziehungsformen, glitzernde Biografien - eine pulsierende Stadt voller Weltoffenheit, Toleranz und Freiheit. Doch Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit verlangen ihren Tribut, Nazideutschland ist im Anmarsch. Ein Zeitenwechsel.

In diese Stadt kommt der junge amerikanische Schriftsteller Clifford Bredshaw und lernt im KitKat-Club die außergewöhnliche Nachtclubsängerin Sally Bowles kennen. Sie werden ein Paar. Doch ihre gemeinsame Zeit wird überschattet durch die zunehmend an Macht gewinnenden Nazis, die immer dreister das bunte Berlin braun streichen. Alles lange her und doch brandaktuell.

Ein Musiktheater für alle Menschen ab 14 Jahren, die Glitzer und Weltpolitik lieben, aufregende Choreographien , laszive Conférenciers und handfeste Hausverwalterinnen. Für alle, die Spaß haben al "ladies and gents, mesdames und messieur, leave your troubles outside!" und daran, dass dies gerade bei CABARET so charmant, genial, frivol, glamourös nicht gelingen kann, nicht gelingen will.

                                                      

 

Abos und Programmhefte

Die Abos sowie die Programmhefte für die neue Theatersaison können seit Montag, 13. August 2018, in der bekannten Vorverkaufsstelle abgeholt werden.

Dank an Kerstin Willershäuser, dass sie auch in dieser Saison den Vorverkauf übernommen hat.

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Das neue Programmheft 2018/2019 ist da!

Rechtzeitig zum Stadtfest liegt das neue Programmheft 2018/2019 vor. Es soll am Stand des Kultur- und Veranstaltungsrings Biedenkopf e.V. auf dem diesjährigen Stadtfest an interessierte Theater- und Kulturfreunde ausgegeben werden. Dazu stehen auch die Vorstandsmitglieder des Vereins Rede und Antwort.

Vier Veranstaltungen hat der KUVR geplant:

Samstag, 27.10.2018              Maria Stuart, Klassiker

Mittwoch, 12.12.2018             Ich bin dann mal weg, Komödie

Samstag, 26.1.2019                Die Verwandlung, Weltliteratur

Samstag, 2.3.2019                  Cabaret, Musiktheater

Alle Veranstaltungen finden um 20 Uhr im Bürgerhaus Biedenkopf statt.

       

Kabarettist Hagen Rether am Donnerstag, 22.3.2018 in Biedenkopf

Nach Hockenheim und vor Aschaffenburg und Baden-Baden kommt Hagen Rether, ein guter Bekannter des Kultur- und Veranstaltungsrings Biedenkopf, am Donnerstagabend, 22.3.2018, 20 Uhr ins Bürgerhaus.

Hagen Rether ist kein Kabarettist im eigentlichen Sinne. Er ist ein Aufklärer, wenn er entspannt im Sessel zurückgelehnt seine Sicht der Dinge charmant, humorvoll und eloquent erklärt. Hagen Rether bohrt den Finger tief in jede Wunde, die er finden kann, klärt auf, rüttelt wach, entlarvt und echauffiert sich. Er verschont nichts und niemanden. Hagen Rether hält uns gnadenlos den Spiegel vor.

Karten gibt es noch an der Abendkasse, die ab 19 Uhr  geöffnet ist.

 

Kabarettabend mit Hagen Rether


Der Kultur- und Veranstaltungsring Biedenkopf e.V. lädt zum Saisonabschluss zu einer Kabarettveranstaltung mit dem in Biedenkopf und der Region bestens bekannten Hagen Rether am Donnerstag, den 22. März 2018, 20 Uhr im Großen Saal des Parkhotels ganz herzlich ein. Es gibt noch Karten zum Preis von 25 € im Vorverkauf bei Kerstin Willershäuser (Holidy Land Reiseagentur Meridian, 35216 Biedenkopf,  Hospitalstraße 14, Tel. 06461 2031).

 

LIEBE

"Wir können die Welt nicht retten? Ja, wer denn sonst?" Es ist kein klassisches Kabarett, was Hagen Rether seinem Publikum serviert, sondern eher ein assoziatives Spiel, ein Mitdenkangebot. Der Kabarettist verweigert die Verengung komplexer Zusammenhänge und gesellschaftlicher wie politischer Absurditäten auf bloße Pointen. Auch das Schlachten von Sündenböcken und das satirische Verfeuern der üblichen medialen Strohmänner sind seine Sache nicht, denn die Verantwortung tragen schließlich nicht allein "die da oben".

In aller Ausführlichkeit verknüpft Rether Aktuelles mit Vergessenem, Nahes mit Fernem, stellt infrage, bestreitet, zweifelt. An zentralen Glaubenssätzen westlicher "Zivilisation" rüttelt er gründlich, sogenannte Sachzwänge gibt er als kollektive Fiktionen dem Gelächter preis. Mit überraschenden Vergleichen verführt er das Publikum zum Perspektivwechsel – zu einem anderen Blick auf die Welt, in die Zukunft, in den Spiegel, auch unbequemer Wahrheit ins Auge. Und er ruft dazu auf, dass wir uns von unserer vielfach instrumentalisierten Angst und Wut befreien.

Rethers LIEBE ist tragisch, komisch, schmerzhaft, ansteckend: Das ständig mutierende Programm mit dem immer gleichen Titel verursacht nachhaltige Unzufriedenheit mit einfachen Erklärungen und stiftet zum Selberdenken und -handeln an. Bis zu dreieinhalb Stunden plädiert der Kabarettist leidenschaftlich für Aufklärung und Mitgefühl, gegen Doppelmoral und konsumselige Wurstigkeit: Wandel ist möglich – wenn wir wollen.











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Sonntag, 12. November 2017, 20 Uhr

Bürgerhaus Biedenkopf

Vorverkauf: HOLIDAY LAND Reiseagentur Meridian, Hospitalstr. 14, Biedenkopf

 



Der eingebildete Kranke
von Molière

Am 31. Januar 2018 führt das Landestheater Marburg Molières „Der eingebildete Kranke“ auf

Einladung des Kultur- und Veranstaltungsrings um 20 Uhr im Bürgerhaus von Biedenkopf auf, eine

„Charakterkomödie“.

Hier soll nun nicht auf den Inhalt des Stücks eingegangen, sondern knapp in die Epoche eingeführt

werden, der es angehört, welche Bedeutung es in seiner Zeit hatte, und warum es ggfs.

lohnenswert ist, es auch heute noch zu sehen.

1. Molière

In Paris brach am 17. Februar 1673 auf der Bühne während der Aufführung „Der eingebildete

Kranke“ der Hauptdarsteller zusammen und verstarb wenige Tage später an Tuberkulose. Der

50 Jahre alte Schauspieler war auch der Theaterdirektor und Autor des Stückes, Molière.

Molière entstammte dem reichen Bürgertum, hatte sich aber dem Berufswunsch seines Vaters

entzogen und dem Theaterwesen zugewandt, was für ihn zunächst gravierende finanzielle

Konsequenzen hatte. Zu seinem Glück aber fand der französische König Ludwig IVX. Gefallen an

den Komödien Molières. Komödien wurden damals als eher minderwertige literarische Produkte –

Pöbeleien, billige Witze - bewertet und von z.B. Wandertheatern aufgeführt. Mit der

Charakterkomödie stellte Molière dem Qualitätsprodukt Tragödie ein ernstzunehmendes an die

Seite. Ludwig IVX. holte ihn ins Palais Royal, der „ranghöchsten“ Spielstätte Frankreichs, und damit

war er beim Adel „in“ und hatte großen Erfolg.

2. Theater

Unter den Dramenformen Tragödie und Komödie galt nur die Tragödie als hinreichend niveauvoll,

um von den gebildeten Schichten und dem Adel akzeptiert zu werden. Protagonisten dieser Stücke

waren Könige, antike Helden, Heroen u.ä., also Repräsentanten der obersten Schichten. Wenn

ihnen etwas Negatives geschah, also z.B. Tod, eine verlorene Schlacht, dann war das tragisch,

Weinen u./o. Erschrecken die angemessene Reaktion des Publikums.

Wenn aber einem einfachen Menschen (Bauern) ein Unglück widerfuhr, dann war das komisch,

hier war Gelächter des Publikums angesagt. Die sogenannte soziale „Fallhöhe“ war für die

Zuordnung entscheidend. Das reich gewordene Bürgertum passte nicht in dieses Schema und hier

füllte die Charakterkomödie eine Lücke.

3. Das 17. Jahrhundert

Das 17. Jahrhundert war das Jahrhundert Frankreichs. Unter Ludwig IVX. stieg Frankreich zur

Vormacht Europas auf. Die politische Macht zentralisierte er und unterwarf sich den Adel. Der

Absolutismus entstand: Die Vereinheitlichung fast aller Lebensbereiche, der Bau einer neuen

Residenz (Versailles), wo der Hochadel sich aufhalten musste, aber wo aber auch jeder einfache

Franzose das Recht hatte, die Palastanlage zu betreten und den König zu sehen. Er war der

Sonnenkönig, das Zentrum, wie die Sonne das Zentrum der Welt. Das Bürgertum wurde reich und

gewann an Einfluss.

Ein strenges Ritual regelte das Verhalten und die Beziehungen untereinander. Selbst das

Mätressenwesen des Hochadels wurde legitimiert und reglementiert.

Es war eine neue Zeit, das Zeitalter des Barock.

Dazu gehörte die Förderung von Kunst und Literatur. In Versailles traten Hochadelige als

Laienschauspieler auf. Corneille und Racine, Zeitgenossen Molières und mit ihm befreundet, waren

die bedeutendsten Tragödiendichter der Zeit. Sie wurden vom Adel unterstützt, aber auch vom

Bürgertum, das hier ein entsprechendes Angebot fand.

Theatrum mundi, die Welt als Theater, die Welt ein Theater, so benannte und empfand sich die

Epoche.

 

Unterkategorien

Aktuelles

Liebe Vereinsmitglieder,

zu unserer diesjährigen Jahreshauptversammlung laden wir ganz herzlich ein für
Dienstag, den 31. August 2021, 19 Uhr, Gaststätte „Neue Krone“, Hainstraße 5.

Tagesordnung:
1) Begrüßung und Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung
2) Festlegung der Tagesordnung
3) Theaterveranstaltungen 2021/2022
4) Totenehrung
5) Ehrungen für 25jährige Mitgliedschaften
6) Jahresbericht des Vorstands mit Aussprache
7) Bericht der Kassenwartinnen
8) Bericht der Kassenprüfer
9) Entlastung des Vorstands
10) Neuwahl des Vorstands
11) Verschiedenes

Wir freuen uns über das Wiedersehen mit Ihnen nach so langer Zeit und grüßen herzlich


Thomas Bauer              Gerhard Hesse
Vorsitzender                  stellv. Vorsitzender

 

Brief des Vorstands an die Mitglieder, Abonnenten und Theaterfreunde des Kultur- und Veranstaltungsrings

Liebe Vereinsmitglieder und liebe Abonnenten,
wir wenden uns heute an Sie, um über die wichtigen Themen und Entwicklungen rund um den
Kultur- und Veranstaltungsring zu informieren. Der Vorstand hat sich nach der letzten Theaterveranstaltung
am 7. März 2020 „AB JETZT ZUSAMMEN“ häufig getroffen, um sich mit den Folgen
der Corona-Pandemie für unsere Theaterfreunde auseinanderzusetzen, für die Kulturschaffenden
und Veranstalter eine sehr große Herausforderung.